• Eric Grauffel - IPSC Weltmeister
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  • Laëtitia Daguenel
  • Max Wiegand - Weltmeister 2011 - (Super Seniors) Production
    Max Wiegand - Weltmeister 2011 - (Super Seniors) Production
  • International Practical Shooting Confederation

IROA

Was ist der Unterschied zwischen GROI und IROA

Natürlich hängt auch die Durchführung dieser Sportart von der Qualität der Kampfrichter ab. Sie heißen beim IPSC “Range Officer” und werden auf nationaler Ebene von den Nationalen Range Officer-Instituten (in Deutschland dem German Range Officer Institute/GROI) und international von der übergeordneten IROA (International Range Officers Association) ausgebildet und eingesetzt. Die GROI Range Officer (rote Hemden) kann man vielleicht mit den DFB-Schiedsrichtern im Fußball vergleichen, während die IROA Range Officer dann den FIFA-Schiedsrichtern entsprächen.

Internationale Level III-Matches setzen den Einsatz von IROA-Kampfrichtern voraus. In beiden Organisationen wird Einsatz und Leistung genau registriert und man kann vom Provisional Range Officer (Anwärter) zum Range Officer und dann zum Chief Range Officer und letztlich zum Range Master aufsteigen. Deutschland hat mit Uli Henkens, Jürgen Tegge und Hans Kurz drei Internationale Range Master.

International Range Officer werden – wie im Fußball die FIFA-Schiedsrichter – von der IROA als Kampfrichter bei den kontinentalen und Weltmeisterschaften benannt. Auf der Weltmeisterschaft IPSC 2002 (World Shoot XIII) in Südafrika waren fünf deutsche IROA-Kampfrichter im Einsatz.

Zugang zur IROA

IROA-Anträge werden vom Weltverband grundsätzlich nur mit Zustimmung und Unterschrift vom Regional Director und NROI-Chef der jeweiligen Region des ROs akzeptiert.

Anträge auf Aufnahme in die IROA senden Sie bitte mit allen erforderlichen Unterlagen an GROI@bdsnet.de.

Grundvoraussetzung für einen IROA-Aufnahmeantrag ist natürlich, dass der Range Officer schon einige Jahre Erfahrung als Range Officer auf nationalen und internationalen Matches gewonnen hat. Die IROA verlangt in jedem Fall den Nachweis von 15 auf Level III-Matches erworbenen Matches.
Um einen Schützen zur IROA-Mitgliedschaft vorzuschlagen, setzt das GROI allerdings wesentlich mehr Kriterien als nur diese 15 Matchpunkte voraus.

  • Bei Interesse an einer IROA-Mitgliedschaft muss der Antragsteller das dem GROI formlos mitteilen. Er unterliegt dann ausnahmslos einer 12-monatigen Überprüfungsfrist durch das GROI.
  • Es wird zwingend erwartet, dass der Antragsteller nicht nur in seiner eigenen Region gearbeitet hat, sondern auch „internationale Luft geschnuppert“ hat.
  • Er muss sich auf einem Level III Match möglichst auch schon als CRO (verantwortlicher Range Officer) einer Übung bewährt haben.
  • Er muss zudem belastbar und freundlich sein.

Gerade die IROA legt größten Wert darauf, dass der RO der freundliche Partner des Schützen ist, ohne dabei seine Objektivität und – wenn es sein muss – auch Autorität zu verlieren.

Nach Ablauf des „Beobachtungsjahres“ kann sich der Antragsteller elektronisch auf der IROA-Website registrieren und den Registrierungsausdruck ans GROI schicken. Bei Zustimmung durch GROI und Regional Director wird das Dokument zur IROA weiter geleitet.

Absolut unerlässlich sind gute Englischkenntnisse, denn auf Level III-Matches sind in der Regel alle Briefings in Englisch zu halten und natürlich auch jede Frage umfassend auf Englisch zu beantworten.
Die Englischkenntnisse werden ggf. vor Aufnahme in die IROA mündlich geprüft.

Das GROI erwartet von seinen IROAs, dass sie nach wie vor auch Einsatz bei nationalen Matches zeigen. Das graue-gestreifte Hemd erzeugt keine Privilegien, im Gegenteil!

Nach Akzeptanz durch die IROA ist der Neuling zunächst „Provisional“, auf der Liste der IROAs mit einem „P“ kenntlich gemacht. Er ist verpflichtet, während zweier Level III (oder höher) Matches unter der Aufsicht eines erfahrenen IROA Range Officers zu arbeiten, der dann die sogenannte „Points Card“ abzeichnet und ggf. einen (positiven oder negativen) Bericht an die IROA gibt. Klappt alles, wird der neue Internationale zum IROA Range Officer (und später vielleicht sogar zum Chief Range Officer oder Range Master) ernannt.